Rahel Studer

 

«Die Kraft der Gedanken ist unsichtbar wie der Same, aus dem ein riesiger Baum erwächst; sie ist aber der Ursprung für die Veränderungen im Leben des Menschen.»

Leo Tolstoi 

 

Wir möchten geliebt werden, uns gesehen und angenommen fühlen. Wenn wir diese Gefühle erfahren, fühlen wir uns wertvoll. Wenn wir unseren Wert spüren, fühlen wir uns zugehörig. Diese Gefühle sind unser heimlicher Motor für unser Tun und Sein. Was wir tun und wie wir etwas tun, richten wir unbewusst darauf aus, uns in einer Gruppe zugehörig und wertvoll zu fühlen. Daraus leiten wir unbewusste Leitsätze ab, wie wir für unser Umfeld einen Wert haben. Solche Leitsätze verinnerlichen wir bei der Empfängnis, im Mutterleib, bei der Geburt und in der Kindheit.

In dieser Entwicklung entfalten wir Persönlichkeitsanteile, die unser Bedürfnis nach Zugehörigkeit und einen Wert zu haben, erfüllen. Jene, die auf Nichtbeachtung und Ablehnung stossen oder für die wir die Umstände zu bedrohlich einstufen, lernen wir zu decken und zu schützen. Sie sind Teil der Persönlichkeit, sind aber, weil sie nicht entwickelt und genutzt werden, nicht mehr abrufbar.

Wir können auch Leitsätze unserer Ahnen verkörpert haben, obwohl es keinen offensichtlichen Bezug zu unserem Leben gibt. Auch unerklärliche Verhaltensweisen unserer Kind können auf die Vorfahren zurückgehen. Was diese erlebt haben, kann zu Leitsätzen führen, die unbewusst von Generation zu Generation weiterwirken.

Wie wir unser Leben gestalten, beruht auf unseren verinnerlichten Leitsätzen. Sie bieten uns Hand, die Aufgaben des Lebens anzugehen und einen gelungenen Umgang damit zu finden.
Veränderungen im Leben können uns anstehen lassen. Für das Unbekannte fehlt uns eine passende Handlungsstrategie beziehungsweise die verkörperten Leitsätze schränken uns ein:

  • Wir fühlen uns in einer Herausforderung unfähig, den erforderlichen Schritt zu tun.
  • Wir geraten immer wieder in denselben Konflikt; in der Beziehung zum Kind, zu einer nahestehenden Person oder zu Mitarbeitenden am Arbeitsplatz.
  • Wir wissen genau, was wir wollen und doch sehen wir uns immer wieder mit dem konfrontiert, was wir nicht wollen.

 
Heilung durch Berührung ist eine Begleitung, die auf Körper, Geist und Seele wirkt. Dem Anliegen zugrunde liegende Leitsätze lösen sich und ermöglichen Veränderung:

  • Der erforderliche Schritt in einer Herausforderung wird erkenn- und machbar,
  • der verbindende Kontakt zum Gegenüber möglich,
  • das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung gestärkt,
  • körperliche Beschwerden lindern.